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Zahnimplantate

Komplikationen nach Zahnimplantat

In der 3.–4. Woche nach Implantation können Komplikationen auftreten.

Ein korrekt eingesetztes Zahnimplantat heilt bei Befolgung der Anweisungen ohne Probleme ab; dennoch koennen bei einem Teil der Patienten Komplikationen auftreten. Die meisten Probleme entstehen zwischen der dritten und vierten Woche nach dem Eingriff, wenn sich das Implantat noch fest mit dem Knochen verbindet (osseointegriert). Nachfolgend finden Sie eine Uebersicht der haeufigsten Beschwerden, ihrer Ursachen, Symptome und Vorgehensweisen, wann ein Implantologe aufzusuchen ist.

Warum entstehen Komplikationen?

Komplikationen unterteilen wir in chirurgische (zusammenhaengend mit dem Einsetzen des Implantats) und patientenseitige (Lebensstil, Hygiene, Nichteinhaltung des Ruheregimes).

Eine Schluesselrolle spielen:

  • Mechanische Ueberbelastung des Implantats durch zu fruehes Kauen.
  • Bakterielle Infektion in der Umgebung der Wunde.
  • Ungenuegender Knochen- oder Zahnfleischumfang.
  • Allgemeinerkrankungen (unkontrollierter Diabetes, Immunsuppressiva).
  • Rauchen und schlechte Mundhygiene.

Haeufigste Komplikationen nach dem Einsetzen eines Zahnimplantats

Art der KomplikationWann tritt sie normalerweise aufTypische SymptomeWas tun
Blutung und uebermässige Schwellungerste 48 Std.Blutdurchsickerung, deutliche GesichtsschwellungEis auflegen, sterile Gaze andruecken; bei starker Blutung Arzt kontaktieren
Versagen der Osseointegration / Lockerung des Implantats3.–4. WocheBewegung des Implantats bei Beruehrung, Empfindlichkeit beim Kauensofort Implantologen aufsuchen – oft kann das Implantat fixiert oder ausgetauscht werden
Infektion / Perimukositis1.–6. Wochegeroetetes, geschwollenes Zahnfleisch, eitriges Sekret, Geruchlokale oder systemische Antibiotika, professionelle Reinigung
Periimplantitis (Knochenentzuendung)Monate bis Jahre nach Implantationzurueckgehendes Zahnfleisch, Schmerzen, Lockerheit, roentgenologischer Knochenabbauchirurgische Reinigung, Knochenaugmentation, manchmal Entfernung des Implantats
Bruch der Schraube oder Kronejederzeitploetzliches „Knacken", gelockerte KroneKomponentenaustausch, Bisslast kontrollieren

Gut zu wissen: Die Lockerung des Heilungszylinders ist nicht automatisch ein Implantatversagen. Wenn Sie den Zylinder an uns senden oder zur Kontrolle mitbringen, kann er in der Regel ohne langfristige Folgen wieder befestigt werden.

Risikofaktoren auf Patientenseite:

  • Rauchen von mehr als 10 Zigaretten taeglich.
  • Ungenuegend Mundhygiene und Auslassen der Dentalhygiene.
  • Zu kraeftiges Putzen mit der elektrischen Zahnbuerste im ersten Monat.
  • Vorzeitiges Kauen harter Nahrung oder Kaugummis.
  • Bruxismus (Zaehneknirschen) ohne Schutzschiene.
  • Unkontrollierter Diabetes, Osteoporose, Behandlung mit Kortikosteroiden.

Wie kann das Komplikationsrisiko gesenkt werden?

  1. Halten Sie Ruheregime und weiche Kost mindestens 14 Tage nach der Implantation ein.
  2. Spuelen Sie zweimal taeglich mit der empfohlenen antiseptischen Mundspuelung und putzen Sie die umliegenden Zaehne mit einer weichen Zahnbuerste.
  3. Rauchen Sie nicht mindestens waehrend der Heilungsphase; idealerweise hoeren Sie ganz auf.
  4. Besuchen Sie die Dentalhygiene alle 6 Monate und versaeumen Sie keine Kontrollroentgenbilder.
  5. Wenn Sie Diabetes haben, halten Sie Ihren Blutzucker im Zielbereich und informieren Sie den Arzt ueber alle Medikamente.

Bei welchen Beschwerden sofort den Implantologen aufsuchen?

  • Wenn Sie anhaltende Schmerzen verspueren oder sich die Schwellung nach 72 Stunden nicht bessert.
  • Sie haben eitrigen Ausfluss oder unangenehmen Geruch aus der Umgebung des Implantats.
  • Das Implantat wackelt oder Sie spueren, wie es sich bewegt.
  • Sie haben Fieber ueber 38 °C.

Ein rechtzeitiger Praxisbesuch verhindert oft das vollstaendige Versagen des Implantats und ermoeglicht eine fruehzeitige Behandlung der Knochenentzuendung.

Haeufig gestellte Fragen

Schmerzt eine Entzuendung um das Zahnimplantat?

Leichter Druck und Empfindlichkeit sind normal, aber scharfe Schmerzen, Pulsieren oder Schwellung signalisieren eine Entzuendung (Perimukositis oder Periimplantitis), und es ist notwendig, einen Arzt aufzusuchen.

Wie erkenne ich eine Lockerung des Zahnimplantats?

Sie spueren eine Mikrobewegung bei sanfter Beruehrung oder beim Kauen, eventuell ein metallisches Geraeusch. Ein gelockertes Implantat kann auch das Zahnfleisch reizen und Entzuendungen verursachen.

Kann sich ein Zahnimplantat nicht einnisten?

Ja, das Versagen der Osseointegration betrifft 2–5 % der Implantate. Ueblicherweise wird dies durch Entfernung und erneutes Einsetzen nach Abheilung des Knochens behandelt.

Was tun, wenn sich der Heilungszylinder lockert?

Bewahren Sie den Zylinder sofort in einem sauberen Taschentuch oder einer Salzwasserloesung auf und suchen Sie so schnell wie moeglich den Implantologen auf; meistens kann er wieder eingeschraubt werden.

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine Untersuchung in der Praxis. Bei konkreten Beschwerden oder Fragen wenden Sie sich an unser Team — wir laden Sie gerne zu einer Beratung ein.

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MDDr. Petr Opletal

Autor

MDDr. Petr Opletal

Spezialist für Mikroskopie-Zahnheilkunde

MDDr. Tomáš Pražák

Medizinisch geprüft von

MDDr. Tomáš Pražák

Leitender Zahnarzt

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