Kinderzahnmedizin
Wie motiviert man Kinder zum Zähneputzen?
Machen Sie das Putzen zum Spiel. Lieder, Sanduhr und Motivzahnbürsten helfen.
Versuchen Sie, aus dem Zaehneputzen ein Spiel zu machen. Lieder, Sanduhren, Zahnbuersten mit Lieblingsmotiven, gemeinsames Putzen mit den Eltern oder ein Belohnungssystem helfen dabei.
Kinder leben in der Gegenwart und Argumente ueber „zukuenftige Karies" funktionieren bei ihnen nicht. Sie brauchen einen sofortigen Grund, warum die Zahnbuerste im Mund eine gute Idee ist. Hier sind ein paar Ideen, wie man das Zaehneputzen zum Spass machen kann.
Die Kraft des Vorbilds (Das Vorbild zaehlt am meisten)
Kinder lieben es nachzuahmen. Putzen Sie sich die Zaehne gemeinsam mit ihnen. Wenn sie sehen, dass es fuer Sie ein voellig natuerlicher Teil des Tages ist (und Sie sich dabei vielleicht sogar laecheln), werden sie es viel schneller als ihr Eigenes akzeptieren.
Machen Sie eine Show daraus
- Lieder und Apps: Es gibt viele Apps (z. B. Disney Magic Timer), bei denen sich Kinder zusammen mit ihren Lieblingshelden die Zaehne putzen. Wenn Sie keinen Bildschirm moechten, spielen Sie ein Lieblingslied ab, das etwa 2–3 Minuten dauert.
- Geschichten ueber Karies-Biestern: Erzaehlen Sie von „Keimen", die im Mund Haeuschen bauen und dort Unordnung machen, und die Zahnbuerste ist der Superheld, der sie vertreiben muss.
Wahlmoeglichkeit (Kinder lieben Kontrolle)
Geben Sie dem Kind ein Machtgefuehl. Lassen Sie es im Geschaeft auswaehlen:
- Seine eigene Zahnbuerste (mit Lieblingsfarbe oder Figur).
- Zahnpasta mit einem Geschmack, der ihm gefaellt (Erdbeere, Melone, Blaubeere).
- Ob es zuerst die obere oder untere Reihe putzen moechte.
Belohnungssystem
Erstellen Sie eine Motivationstabelle. Fuer jedes morgendliche und abendliche Putzen kommt ein Aufkleber dazu. Nach einer bestimmten Anzahl (zum Beispiel 10 Sternchen) kann eine kleine Belohnung folgen – ein gemeinsamer Spielplatzbesuch, eine zusaetzliche Gutenachtgeschichte oder eine kleine Ueberraschung.
Technik „Ich dir, du mir"
Erlauben Sie dem Kind, zuerst Ihnen die Zaehne zu „putzen" (oder einem Lieblingsstofftier). Dadurch verliert es das Gefuehl, dass ihm etwas gewaltsam in den Mund gesteckt wird, und sieht, dass es eine sichere Aktivitaet ist.
Wichtiger Hinweis: Auch wenn das Kind geschickt und motiviert ist, ist das Nachputzen durch die Eltern bis mindestens zum Alter von 10–12 Jahren erforderlich. Kinder verfuegen bis zu diesem Alter nicht ueber ausreichend entwickelte Feinmotorik, um die Zaehne hundertprozentig zu putzen.
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine Untersuchung in der Praxis. Bei konkreten Beschwerden oder Fragen wenden Sie sich an unser Team — wir laden Sie gerne zu einer Beratung ein.


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