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Mythen über Kinderzähne
Mythen über Kinderzähne sind unter Eltern immer noch weit verbreitet. Viele von ihnen glauben, dass Milchzähne nicht verfallen, dass Zahnhygiene bei ihnen nicht notwendig ist oder dass Kariesanfälligkeit rein genetisch bedingt ist. Die Realität ist jedoch anders — bis zu 60 Prozent der Vorschulkinder gehen nicht regelmäßig zum Zahnarzt, fast 20 Prozent der Kinder putzen sich vor dem Schlafengehen nicht die Zähne, und die meisten Kinder haben noch nie eine Zahnhygiene besucht. Schlechte Gewohnheiten, die in der Kindheit erworben werden, tragen Kinder dann normalerweise ihr ganzes Leben lang mit sich.
Karies an Milchzähnen ist harmlos?
Einer der größten Mythen ist, dass Karies an Milchzähnen nicht behandelt werden muss, da sie ohnehin ausfallen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation hat jedoch etwa die Hälfte der tschechischen Kinder unter neun Jahren Zahnkaries. Wenn es zu einer Beschädigung eines Kinderzahns kommt, kann Karies für das Kind genauso unangenehm schmerzhaft sein wie bei bleibenden Zähnen. Unbehandelte Karies gefährdet außerdem den Keim des bleibenden Zahns und kann zu schwerwiegenderen Komplikationen führen.
Ist die Putztechnik nicht wichtig?
Das Zähneputzen mit einer Zahnbürste ist bei der Pflege von Kinderzähnen absolut grundlegend. Die mechanische Reinigung des Zahns mit einer Zahnbürste ist unverzichtbar. Angesichts der härteren Borsten von elektrischen Zahnbürsten werden bei Kindern manuelle Zahnbürsten empfohlen — es liegt jedoch an den Eltern, das Kind beim Putzen anzuleiten und die Zähne gründlich zu reinigen. Die kleinsten Kinder lehren wir, die Zähne mit sanften Bewegungen vom Zahnfleisch zur Zahnkante zu putzen. Wir dürfen nicht vergessen, die Kauflächen der hinteren Zähne und die Flächen auf der Zungenseite zu reinigen. Sobald zwei benachbarte Zähne durchgebrochen sind, ist es ratsam, auch Interdentalbürsten oder Zahnseide zur Reinigung der Zahnzwischenräume zu verwenden. Mundwasser bei Kindern hat dagegen keine besondere Wirkung und sollte Wasser mit Alkoholgehalt vermieden werden.
Ist Kariesanfälligkeit erblich?
Viele Eltern kommen in die Praxis mit der Überzeugung, dass ihr Kind genetisch anfällig für Zahnkaries ist. Die Vererbung hat jedoch praktisch keinen Einfluss auf die Entstehung von Zahnkaries. Sie bezieht sich insbesondere auf Entwicklungsstörungen, die in seltenen Fällen zu einer erhöhten Anfälligkeit der Zähne führen können. Zu den Hauptursachen für Zahnkaries bei Kindern gehören nächtliches Stillen, zuckerreiche Ernährung, kontinuierliche Aufnahme von gesüßten Getränken tagsüber und unzureichende Zahnreinigung.
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine Untersuchung in der Praxis. Bei konkreten Beschwerden oder Fragen wenden Sie sich an unser Team — wir laden Sie gerne zu einer Beratung ein.


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