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Milchzähne werden nicht repariert? Ein großer Irrtum.
Unter Eltern hält sich hartnäckig der Mythos, dass Milchzähne nicht behandelt werden müssen, da sie ohnehin ausfallen. Dies ist jedoch ein großer Irrtum, der schwerwiegende Folgen für die Gesundheit des bleibenden Gebisses haben kann. Die Pflege von Milchzähnen ist grundlegend – unbehandelte Karies kann tief in das Gewebe eindringen, Schmerzen und Entzündungen verursachen und den Keim des bleibenden Zahns schädigen, der sich unter dem Milchzahn entwickelt. Milchzähne halten außerdem Platz für bleibende Zähne, tragen zur korrekten Aussprache bei und beeinflussen die Kieferentwicklung.
Wann mit der Reinigung beginnen
Mit der Pflege der Mundhöhle ist es ratsam, bereits beim ersten durchgebrochenen Zahn zu beginnen, normalerweise um den sechsten Lebensmonat. Anfangs reicht es aus, den Zahn einmal täglich mit feuchter Gaze oder einem speziellen Silikon-Fingerling abzuwischen. Sobald das Kind mehr Zähne hat, wechselt man zu einer weichen Kinderzahnbürste mit kleinem Kopf. Ab dem ersten Zahn wird empfohlen, Fluorid-Zahnpasta zu verwenden – bei den kleinsten Kindern in einer Menge von der Größe eines Reiskorns, ab drei Jahren von der Größe einer Erbse.
Richtige Putztechnik
Bei Kindern hat sich eine Kombination aus Wischbewegungen vom Zahnfleisch zur Kaufläche bewährt, und bei älteren Kindern ein schrittweiser Übergang zur Bass-Technik, also kleine kreisende oder vibrierende Bewegungen in einem Winkel von 45 Grad zum Zahnfleisch. Wichtig ist, systematisch zu putzen – immer in der gleichen Reihenfolge, damit keine Fläche übersehen wird. Das Putzen sollte mindestens zwei Minuten dauern und zweimal täglich erfolgen, idealerweise morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen.
Nachputzen durch den Elternteil
Kinder bis etwa acht bis zehn Jahren haben keine ausreichend entwickelte Feinmotorik, um ihre Zähne selbst perfekt zu putzen. Der Elternteil sollte daher das Putzen des Kindes immer überprüfen und die Stellen nachputzen, die das Kind nicht erreicht – besonders die Innenseiten der Zähne und die hinteren Backenzähne. Gemeinsames Putzen schafft auch positive Gewohnheiten und eine lebenslange Beziehung zur Zahnpflege.
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und ersetzt keine Untersuchung in der Praxis. Bei konkreten Beschwerden oder Fragen wenden Sie sich an unser Team — wir laden Sie gerne zu einer Beratung ein.


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